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Städtische Wirtschaftsschule Ansbach
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Begegnung mit dem Zeitzeugen Rudi Ceslanski

Im Rahmen des Schulprojekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschäftigte sich eine Projektgruppe ausführlich mit dem jüdischen Leben in Ansbach. Sie informierten sich über Glauben, Bräuche und Feiertage der jüdischen Gemeinden. Eine Führung durch die Ansbacher Synagoge gab einen weiteren interessanten Einblick in den jüdischen Glauben.

Am 13.03.2017 hatten dann alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Ehre, den Zeitzeugen des Holocausts, Herrn Rudi Ceslanski, kennen zu lernen. In einem Vortrag berichtet Herr Ceslanski über seinen bewegenden Lebensweg.

Das Ziel dieser Veranstaltung war ein Weckruf für Toleranz, Courage und Erinnerung sowie dem Antisemitismus entgegenzuwirken.

Seine Geschichte über sein Leben während des Krieges war ergreifend. Er erzählte uns aus seiner Kindheit, wie es war, als er von seinen Eltern mit einem der letzten jüdischen Kindertransporte nach England geschickt wurde und wie er dort gelebt oder besser gesagt überlebt hat.

Außerdem erzählte er uns über seine Eltern, wie sie im KZ Stutthof bei Danzing getrennt wurden und sich somit dort das letzte Mal sahen. Seine Mutter starb dort mit gerade einmal 32 Jahren. Sein Vater war einer der Überlebenden.

Auch seine Großeltern waren betroffen, sie mussten in der Reichskristallnacht ihr Haus und somit auch ihr Tabakwarengeschäft für einen Spottpreis verkaufen. Sie erhielten eine amtliche Verfügung, welche ihnen den Aufenthalt im Reichsgebiet verbot.

Ein Jahr nach dem Krieg bekam er mitgeteilt, dass sein Vater noch am Leben sei und in Deutschland lebe. Einige Monate später kam er wieder nach Deutschland zu seinem Vater. Ein Wiedersehen nach sieben Jahren.

1953 begann er eine Lehre als Übersetzer in Nürnberg, wo er bis heute immer noch wohnt. 1996, nachdem er in Rente ging, wurde er sofort in den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg gewählt.

Ihm war es wichtig, so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich durch diese Veranstaltung zu erreichen.

Wir danken Herrn Ceslanski herzlich für seinen Besuch und sein außergewöhnliches Engagement.

 

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